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Wie bitte? Bundesregierung will Gazprom mit 10 Milliarden vor der Insolvenz retten - das steckt dahinter

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15.06.2022 06:14Symbolbild imago

Offenbar wird die deutsche Bundesregierung ein wichtiges Schlüsselunternehmen für die Gasversorgung mit einer Finanzspritze vor der Insolvenz retten. Dazu muss der Staat offenbar eine Milliardensumme investieren, um die Gazprom-Tochter, Gazprom Germania GmbH vor der Pleite zu retten und so die Gasversorgung Deutschlands zu sichern - hat Putin etwas von diesem Geld?

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Bundesregierung will Gazprom Germania vor der Pleite retten

Damit das Gasunternehmen Gazprom Germania nicht in die Zahlungsunfähigkeit rutsch, wird wohl ein Milliardenbetrag notwendig sein, um die Firma zu stützen. Dieses Geld soll aufgebracht werden, um die Versorgungssicherheit von Deutschland zu gewährleisten, wie die Bundesregierung am Dienstag in Berlin bestätigte. Offenbar werden dazu Finanzmittel in der Größenordnung zwischen neun und zehn Milliarden Euro benötigt. Diese Hilfen sollen wohl über die staatliche Förderbank KfW ausgezahlt werden. Bei einer Pleite der Gazprom Germania würde die Versorgung mit Gas in Gefahr geraten. Deshalb soll das durch die Sanktionen ins Straucheln geratene Unternehmen nun mit einem Darlehen vor der Insolvenz gerettet werden: "Mit diesem Vorgehen behält die Bundesregierung den Einfluss auf diesen Teil der kritischen Energieinfrastruktur und verhindert eine Gefährdung der Energiesicherheit", heißt es aus Regierungskreisen. Seit April steht das Unternehmen unter der Kontrolle der Bundesnetzagentur. Sie fungiert als Treuhänderin. Im Anschluss hatte die russische Regierung Mitte Mai Sanktionen verhängt, durch die Gazprom Germania in finanzielle Schieflage geraten war.

Kredite sollen Liquidität des Unternehmens sichern

Wegen der ausgefallen Gaslieferungen und den hohen Marktpreisen der Ersatzbeschaffungen sei die finanzielle Lage dann prekär geworden. Nun soll die Liquidität durch ein KfW-Darlehen abgesichert werden. So soll die vor 2 Monaten gestartete Treuhandverwaltung der Gazprom Germania durch die Bundesnetzagentur gleichzeitig langfristig abgesichert werden. . In einigen Monaten soll dann auch die gesetzliche Grundlage für dieses Vorgehen geschaffen werden. Zunächst wird das Unternehmen nun in "Securing Energy for Europe GmbH" umbenannt. Damit soll ein klares Signal erfolgen, dass dieses Unternehmen die Energieversorgung in Deutschland und Europa sichern soll. Später soll das Darlehen dann falls möglich in Eigenkapital umgewandelt werden. So könnte dann unter anderem der deutsche Staat als Anteilseigner bei diesem Unternehmen einsteigen.

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