Setzt man diese Raketen dann allerdings als Lenkwaffe auf Ziele auf dem Land mit konventionellen Sprengköpfen ein, dann kritisieren Militärexperten ihre mangelnde Präzision. Deshalb komme es bei den Bodenangriffen zu erhebliche Kollateralschäden und zivilen Opfern. "Russland greift wahrscheinlich auf solche ineffizienten Waffensysteme zurück, weil es an präziseren und modernen Raketen mangelt", kommen die Briten in ihrem Lagebericht zu einem eindeutigen Ergebnis. Dies deckt sich mit der Einschätzung des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Wie Vadym Skibitsky, der Vizechef des Geheimdienstes, gegenüber der britischen Zeitung "Guardian" bestätigte, habe die Intesität de russischen Angriffe mit Raketen seit dem Beginn des Krieges spürbar nachgelassen. "Wir haben festgestellt, dass Russland viel weniger Angriffe mit Raketen durchführt und H-22-Raketen einsetzt. Das sind alte sowjetische Modelle aus den 70er-Jahren", informiert Skibitsky. Offenbar sei Russland wegen der Sanktionen des Westens nicht in der Lage, die notwendigen Waffen zu produzieren oder zu beschaffen.