In den letzten Tagen konnten die russischen Truppen im Donbass offenbar durch massive Angriffe auf ukrainische Stellungen einige Erfolge erzielen. Doch unterdessen hat die Ukraine nun mit heftigen Gegenangriffen im Süden des Landes geantwortet, Dabei sollen russische Truppen rund um die von Russen eroberte Großstadt Cherson um mehr als 9 Kilometer zurückgedrängt worden sein.
Wie russische Quellen zuletzt bestätigt hatten, sollen die Soldaten von Wladimir Putin die besetzten Gebiete im Umland der Großstadt Cherson offenbar nur schwach verteidigen. Ein Großteil der russischen Truppen bestehe dort aus Reservisten und Milizionären aus der Region Donezk. Zudem sei das dort eingesetzte Kriegsgerät wohl bereits ziemlich veraltet. Zuletzt wurden dort sogar Panzer vom Typ T-62 gesichtet, die bereits fast 60 Jahre alt sind. Offenbar versuchen die Russen auf diese Weise die Verluste ihrer modernen Waffen auszugleichen. Wie es scheint, ist die Order aus Moskau zur Zeit eindeutig. Die Eroberung des Donbass hat absolute Priorität, auch wenn dies die Verluste von bereits eroberten Gebieten in anderen Teilen der Ukraine zur Folge hat. In den letzten Wochen hatten die ukrainischen Truppen so bereits die Gegend um die Millionenstadt Charkiw befreit. Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Charkiw deshalb erstmals seit Kriegsbeginn wieder besucht.