Deutschland - Kein Gas mehr für Privathaushalte! Top-Manager wollen uns das Gas abdrehen!

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Deutschland - Kein Gas mehr für Privathaushalte! Top-Manager wollen uns das Gas abdrehen!

News (2 / 1) 30.04.2023 23:33 / Günter Symbolbild imago


Und dieser Vorgang wird auch noch von der Politik nicht eindeutig zurückgewiesen. Stattdessen spricht der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (60, SPD) bei einem Lieferstopp von Gas und Öl aus Russland von der Gefahr insgesamt 3 Millionen Arbeitsplätze zu verlieren. Neben E.on-Boss Kley fordern auch weitere Manager die deutsche Industrie nicht zu gefährden. Zum Beispiel Klaus Müller (51), der Chef der mächtigen Bundesnetzagentur, der gegenüber der Zeitung "Zeit“ erklärte, dass ein "uneingeschränkter Schutz für private Verbraucher“ während einer Gasnotlage nur "schwer vermittelbar“ sei. Müller kritisierte, dass diese Regelung getroffen wurde, bevor man von einer solchen Gefahr ausgehen konnte. Deshalb sei eine Diskussion um diese Regelung "legitim". Und auch Arndt G. Kirchhoff, Chef der Landesvereinigung der NRW-Unternehmensverbände, fordert: "Private Haushalte müssen gleichgesetzt und -behandelt werden wie die Industrie.“

Parteien kritisieren Vorstoß der Industrie

In den verschiedenen Parteien stoßen diese Aussagen nun auf Kritik. So erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner (62), dass eine Gas-Priorisierung für die Industrie nicht diskussionswürdig sei. "Die Wirtschaft muss für den Menschen da sein und nicht umgekehrt“, findet Stegner. Und auch CDU-Politiker Andreas Jung (46), der im Bundestags-Ausschuss für Klimaschutz und Energie sitzt, findet: "Es muss noch mal sensibel diskutiert werden, wo welche Einsparungen vertretbar sind. Aber klar ist: Niemand soll frieren, Privathaushalte brauchen besonderen Schutz.“ Eine Einstellung die auch CSU-Politiker Andreas Lenz (41) vertritt: "Wir brauchen einen Interessenausgleich, der den kleinstmöglichen gesellschaftlichen Schaden bewirkt. Niemand soll in einer kalten Wohnung sitzen müssen.“ In diesem Zussamenhang forderte er deshalb die Ausarbeitung eines Konzepts, um zu schauen, wie der Verlust von russischem Gas mit Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden kann.