Die russische Reaktion hat nun die deutsche Seite wenig überrascht. Diese gilt wohl als Antwort auf die Ausweisung von 40 russischen Diplomaten aus Berlin, die von Deutschland als mutmaßliche Spione des russischen Geheimdienstes bezeichnet wurden. Auch Deutschland hatte die Diplomaten zu "unerwünschten Personen“ erklärt. Die russischen Diplomaten und ihre Familien haben Deutschland mittlerweile bereits verlassen. Es wird erwartet, dass die nun getroffene Entscheidung dafür sorgt, dass rund 100 Deutsche Russland verlasssen müssen. Denn auch hier sind die Familienmitglieder der Diplomaten von der Ausweisung betroffen. Zudem müssen deutsche Staatsbürger mit einer Einschränkung der diplomatischen Vertretung rechnen.
Außerdem wurde dem deutschen Botschafter auch eine Protestnote vom russischen Außenministeriums übergeben, in der es um die Äußerungen der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock geht. Diese habe sich im Zusammenhang mit den Funden von zahlreichen Leichen in der ukrainischen Stadt Butscha geäußert und damit offenbar den Zorn Moskaus auf sich gezogen. Bearbock hatte unter anderem erklärt, dass die Bilder aus Butscha von "von einer unglaublichen Brutalität der russischen Führung zeugen.“ Weiter sprach Baerbock in diesem Sinn noch "von einem Vernichtungswillen, der über alle Grenzen hinweggeht“.