Aufregung in Russland. Die dem Kreml nahestehende Zeitung "Readovka“ hatte am Donnerstag eine Meldung publiziert, die offenbar so nicht an die Öffentlichkeit geraten sollte. Denn darin geht es um die vermeintliche Anzahl russischer Todesopfer bei dem schrecklichen und blutigen Angriffskrieg in der Ukraine. Die Meldung dürfte dem Kreml auf jeden Fall missfallen haben - denn die Zahl ist gewaltig!
Plötzlich war auf der Seite der Zeitung in den sozialen Medien bei VKontakte gegen 23.35 Uhr die Zahlen der Todesopfer bei der russischen Invasion in der Ukraine publiziert worden. Nur wenig später hatte die Redaktion der Zeitung "Readovka“ die Meldung wieder gelöscht. Am Freitagmorgen rechtfertigte die Zeitung den Vorfall mit einem angeblichen ukrainischen Hackerangriff. Da das Internet jedoch nicht vergisst, ist diese Meldung auch weiterhin in einer archivierten Version aufrufbar. Es war nämlich gemeldet worden, dass bisher 13.414 Soldaten bei dem Angriff ums Leben gekommen seien. Weitere 7.000 gelten als vermisst. Nach diesen Angaben hätte die russische Armee also mehr als 20.000 Soldaten verloren.