Trumps innerparteilicher Lieblingsgegner war Senator John McCain, der im Sommer 2018 seinem Krebsleiden erlag. Testamentarisch hatte dieser verboten, dass Trump auf seiner Beerdigung erscheint. Bei einer Rede im Juni 2019 gab der US-Präsident letztlich zu verstehen - ohne den Namen McCains in den Mund zu nehmen -, dass ihn dessen Ableben "sehr glücklich" mache. Schließlich habe er "eine harte Zeit mit manchen Senatoren" gehabt. Diese seien jetzt "glücklicherweise weg". "Sie sind auf grünere Gefilde gewandert - oder vielleicht auf weit weniger grüne", wurde er damals unter anderem von "Vanity Fair" zitiert.
Selbst Städte sind nicht vor ihm sicherGern beleidigt der US-Präsident auch Städte und ganze Landstriche. Ein Beispiel: Baltimore, das überwiegend von dunkelhäutigen Personen bewohnt wird. Der Bezirk sei "ein widerliches, von Ratten und Nagetieren befallenes Chaos", schrieb Trump bei Twitter. Es sei der "schlimmste" und "gefährlichste" Ort der USA, "kein Mensch würde dort leben wollen".
Mit Mexiko kann er bekanntlich ebenfalls überhaupt nicht und mit Puerto Rico, immerhin ein Außengebiet der USA, auch nicht besonders gut. Carmin Yulín (56), die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, ist laut seinem Twitter-Kommentar eine "Horrorshow" und Gouverneur Ricardo Rossello (40) "schrecklich" und "inkompetent".
Dem Londoner Bürgermeister Sadiq Khan (49) teilte Trump via Social Media einst mit, dass er ein "Komplettversager" sei, der einen "furchtbaren Job" mache. Zudem erinnere der 49-Jährige ihn an "unseren sehr dummen und inkompetenten" Bürgermeister von New York, Bill de Blasio (58). Allerdings sei sein Londoner Kollege "nur halb so groß".
Lieblingsdisziplin: Gegeneinander ausspielenBei seinen Twitter-Beleidigungen liebt Trump das alte Kinderspiel über Bande, nach dem Motto: Weißt du schon, was der über dich gesagt hat? So teilte er etwa bei seinem letzten Japan-Besuch via Twitter mit, dass der von ihm hochgeschätzte nordkoreanische Diktator Kim Jong-un (35) über Widersacher Joe Biden abgelästert hätte. Der Nordkoreaner vermute bei "Sumpfmann" Biden einen "niedrigen IQ" und "sogar Schlimmeres", so die Worte des heute 73-jährigen US-Präsidenten.