Der erfolgreiche Buch-Autor ("Der Ehrliche ist der Dumme") appelliert an die Gemeinde: "Ein Rauswurf wäre völlig unverständlich. So weit darf es nicht kommen." Die Kirche habe es ohnehin schon schwer genug, in dieser Zeit junge Leute an sich zu binden.
Der Hintergrund für den Rauswurf, von dem 200 Kinder und Jugendliche betroffen wären, ist nebulös. Propst Martin Vetter nannte vor Ort versicherungstechnische Gründe. Der Kirchenvorstand wollte am Dienstag hinter verschlossenen Türen über das Vorhaben entscheiden. Stammesführer Artur Tietgens kritisierte: "Geheime Sitzungen brauchen nur die, die etwas zu verbergen haben." Die Pfadfinder hätten sich nichts zu Schulden kommen lassen. Immerhin vertagte das Gremium seine Entscheidung. Vielleicht lassen sich die Mitglieder ja von dem prominenten Unterstützer Wickert umstimmen? Ein klärendes Wort der Bischöfin Kirsten Fehrs steht noch aus. Sie hatte die christlichen Pfadfinder jüngst noch als "ein Stück Himmelreich auf Erden" bezeichnet.