Um Nachschub an Kriegsmaterial in die Ukraine zu liefern, nutzt Russland auch das Territorium seines Nachbarlands Belarus. Viele der russischen Militärtransporte werden über das Land abgewickelt. Doch ein Teil der Bevölkerung von Belarus geht gegen diese Maßnahmen vor, anstatt tatenlos zuzuschauen. Putin droht eine zweite Front - und sein Nachschub stoppt! So angespannt ist die Lage nun auch in Belarus:
Schon kurz nachdem Russland die Invasion in die Ukraine begonnen hatte, hatten sich die Berichte über Sabotageakte an den Bahnstrecken in Belarus gehäuft. Offenbar wollten Personen oder ganze Gruppen den Schienenverkehr stören, um die Lieferung von russischem Kriegsgerät in die Ukraine zu stören oder ganz lahmzulegen. Offenbar ist es den Partisanen auf diese Weise tatsächlich gelungen, einzelne Transporte stark zu verzögern. Vor 2 Wochen hatte der Chef der ukrainischen Eisenbahn, Alexander Kamyshin, bestätigt, dass es keine Bahnverbindung zwischen Belarus und der Ukraine gibt. Dies sei offenbar auf die Aktivitäten von Partisanen in Belarus zurückzuführen. "Ich werde nicht auf Einzelheiten eingehen, aber ich bin den belarussischen Eisenbahnern dankbar für das, was sie tun", hatte Kamyshin gegenüber des exilrussischen Fernsehsender "Current Time" zu verstehen gegeben. Unabhängige belarussische Medien hatten über mehrere Sabotageakte berichtet. Offenbar waren jedoch auch Personen bei diesen Aktionen festgenommen worden, wie das Innenministerium von Belarus bestätigt. Erst vor wenigen Tagen seine 38 Mitarbeiter der Bahn in Belarus verhaftet worden, die den Betrieb gezielt sabotiert hatten.