"The Mandalorian": Macht auch ohne Macht vieles richtig

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"The Mandalorian": Macht auch ohne Macht vieles richtig

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:44 / Peter Symbolbild © 2018 Lucasfilm Ltd. & ?. All Rights Reserved.


Cowboy statt Ritter

Seit gestern ist zumindest in den USA, Kanada und den Niederlanden die erste Folge von "The Mandalorian" über die Bildschirme geflimmert. Der Grundtenor der Fans ist dabei weitestgehend positiv, was offenkundig an der Rückbesinnung auf alte Serien-Tugenden liegt. Das "mehr ist mehr"-Prinzip eines "Game of Thrones", das zehn Staffeln lang unser Namensgedächntnis (über-)forderte, scheint Geschichte zu sein. "The Mandalorian" weicht in seiner Ersten Folge zu keiner Sekunde dem Titelhelden von der Seite, stellt ihm lediglich einige Gefährten an eben jene.

Genug Rätsel gibt es selbstredend immer noch zu ergründen, wohlgemerkt in gewohnt poliertem, wunderschön eingefangenem "Star Wars"-Flair. Auf Jedi-Pomp verzichtet "The Mandalorian" zumindest im Auftakt geflissentlich, auch wenn die Macht und alles, was mit ihr zusammenhängt, früher oder später zum Thema werden dürfte - das deutet zumindest das Ende der Folge an.

Weil aber bekanntlich laut des Filmtitels erst viele Jahre später die "Macht erwacht", dürfte "The Mandalorian" dem weitestgehend treu bleiben, was die erste Folge so interessant macht - und das ist Cowboy-Lifestyle statt Lichtschwert-Action. Ob die Serie in dieser Hinsicht an das leider viel zu früh eingestellte Maß aller Dinge, "Firefly", heranreichen kann, darf bezweifelt werden. Ein löblicher Ansatz ist es aber allemal. Und Werner Herzog (77) als fadenscheiniger Auftraggeber? Das alleine ist den Blick wert.