"Die Höhle der Löwen": Frischfleisch zum Abschluss der Staffel

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"Die Höhle der Löwen": Frischfleisch zum Abschluss der Staffel

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:44 / Torben Symbolbild TVNOW / Bernd-Michael Maurer


Judith Williams will einsteigen. "Ihr seid unglaublich stark, aber ich habe paar kleine Zweifel, daher biete ich 300.000 Euro für 30 Prozent." So viel von ihrer Firma wollen die Gründerinnen nicht abgeben, sie machen ein Gegenangebot, bieten 15 Prozent. Zu wenig für die Beautyexpertin. Dieser Deal geht in die Hose.

Carsten Maschmeyer: "Sie sind kein Start-up, Sie sind ein Start-down"

Was stört am meisten beim Shoppen? Das Warten an der Kasse. Abhilfe schaffen soll Scansation, der digitale Shoppingbegleiter von Andreas Klett und Leo von Klenze. Der Kunde lädt sich die kostenlose App auf sein Handy und wählt den entsprechenden Markt aus. Im Laden scannt der Kunde die Produkte selbst ein. An der Kasse zeigt man einen generierten QR-Code zum Zahlen, macht ein Foto vom Einkaufswagen. Zeitaufwändiges Umpacken vom Wagen aufs Band entfällt. Um den Handel zu erobern, benötigen die Gründer 500.000 Euro für 15 Prozent von den "Löwen". Bisher haben sie zwei Märkte mit ihrer Erfindung ausgestattet.

Carsten Maschmeyer meldet daher Zweifel an. "Hat der Kunde dazu überhaupt Lust?" Georg Kofler fehlt ein integriertes Bezahlsystem. Nils Glagau (44) zieht Bilanz: "Bisher habt ihr zwei Märkte ausgestattet, das sagt doch schon alles." Außerdem findet er die Bewertung "frech". Carsten Maschmeyer legt nach: "Ich kann ihnen nur helfen, indem ich ihnen Beileid ausspreche, Sie haben keine Chance, es tut mir leid. Zwei Märkte in zwei Jahren, Sie sind kein Start-up, Sie sind eine Start-down, ich bin raus." Die Gründer wollen trotz dieser deutlichen Worte weiter Gas geben.

Aphrodisierendes Kakaogetränk

Vielleicht sollten sich die beiden abgeblitzten Gründer nach diesem Reinfall zur Stimmungsaufhellung die nächste Erfindung schmecken lassen: Gründer Elias nahm während einer Südamerika-Reise an einer traditionellen Kakao-Zeremonie teil. Davon fasziniert entwickelte er zuhause eine Kakaokugel aus der Edelsorte Criollo. Zur Herstellung werden ungeröstete ganze Kakaobohnen verwendet, wodurch sämtliche Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Das Kakaogetränk soll aphrodisierende Wirkung haben und für Glücksgefühle sogen. 50.000 Euro benötigt der Gründer und würde zehn Prozent dafür abgeben. Drei Kakaokugeln kosten 7,50 Euro. Finanziert hat Elias sein Geschäft mit Hilfe der Mutter aus eigener Tasche.

"Wir müssen vorsichtig sein, dass wir hier nicht gleich tanzen und Angebote machen", scherzt Ralf Dümmel, aber vom Produkt überzeugt ist er nicht. "Es ist eine tolle Geschichte, doch die Einordnung ist schwierig, die Marge ist dünn, ich bin raus." Carsten Maschmeyer gefällt nicht einmal das Logo. "Es ist mir zu verliebt-verspielt, das fängt schon bei dem Logo an, das ist für mich kein Investmentcase."

Dagmar Wöhrl hat viel Empathie für den Gründer, kann sich aber ebenfalls zu keinem Investment durchringen. Bleibt Nils Glagau. "Die Geschichte ist toll, ich liebe die südamerikanische Kultur, ich will dich begleiten für 25 Prozent." Elias hakt nach, bietet 20 Prozent und verlangt zusätzliches "Working Capital". Einigen können sich Gründer und Löwe schließlich auf 24,9 Prozent und haben zusammen Großes vor: "Wir werden jetzt alle mal aphrodisieren!"