1955 schließlich änderte sich das Leben des Hollywood-Stars schlagartig. Journalisten arrangierten auf dem Filmfestival von Cannes ein Treffen der Diva mit dem alleinstehenden Fürsten von Monaco, Rainier III. Der Junggeselle war so von der Schauspielerin hingerissen, dass er zu Weihnachten in die Staaten reiste und bei den Kellys um die Hand ihrer Tochter anhielt. Bereits am 19. April 1956 folgte schließlich die "Hochzeit des Jahrhunderts". Grace und Rainier wurden in der St. Nicholas-Kathedrale von Monaco von Erzbischof Gilles Barthe getraut, und aus der amerikanischen Filmprinzessin wurde Fürstin Gracia Patricia. Für die Fürstin soll die Hochzeit ein "absoluter Albtraum" gewesen sein, wie sie später in einem Interview bekannte.
Ihr Leben im FürstentumDie neue Fürstin verlieh Monaco, das bislang auch wegen seines Casinos einen zweifelhaften Ruhm besaß, ein neues Gesicht. Das Paar bekam die Kinder Caroline, Albert und Stéphanie. Doch Grace konnte sich nur schwer mit ihrem neuen Leben arrangieren. Lange verstand und sprach sie die Sprache nur schlecht, blieb stumm. Rainier war der Ansicht, dass sich das Filmen mit den Aufgaben einer Landesmutter nicht vertrage und verbot es ihr. Daraufhin lehnte die Fürstin fast alle Angebote für Bühne und Film ab - darunter auch die Hauptrolle im Hitchcock-Film "Marnie". Sie flüchtete sich in "standesgemäße" Aufgaben, übernahm Wohltätigkeitsveranstaltungen, wurde unter anderem Präsidentin des Roten Kreuzes, gründete einen Gartenklub und fertigte Blumencollagen. Die Ehe mit Rainier soll schwierig und Grace zunehmend depressiv geworden sein. Böse Zungen sprachen immer wieder von Alkoholproblemen.
Fürstin Gracia Patricia mit ihrem Mann Fürst Rainier III. und den drei gemeinsamen Kindern Globe-Photos/ImageCollectSpekulationen um ihren TodIhr tragischer Unfalltod 1982 machte die Fürstin schließlich endgültig zum Mythos. Bis heute ist unklar, warum sie viel zu schnell die schmale Straße von La Turbie nach Monaco hinunterfuhr und schließlich aus der Kurve getragen wurde. Spekulationen um einen Schlaganfall und einen Streit mit ihrer Tochter Stéphanie machten die Runde. Andere behaupteten sogar, die 17-Jährige selbst sei am Steuer gesessen. Während sich die Prinzessin mit schweren Halswirbelverletzungen und einer Gehirnerschütterung selbst befreien konnte, zog ein herbeigeeilter Bauer die Fürstin aus dem Wrack. Sie wurde ins "Centre Hospitalier Princesse Grace" gebracht. Die Gehirnblutungen waren so schwer, dass der Transport in eine Schweizer Spezialklinik unmöglich war. Am Abend des 14. September, zwei Monate vor ihrem 53. Geburtstag, schalteten die Ärzte mit Zustimmung Fürst Rainiers III. die Beatmungsmaschine ab.