Ein weiteres großes Unternehmen wird sich wegen des Ukraine-Konflikts aus Russland zurückziehen. Aus Protest gegen den Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird das schwedische Möbelhaus Ikea auf den russischen Angriffskriegs reagieren und seine Filialen in Russland schließen. Ab Freitag (4. März) werden die Geschäfte geschlossen bleiben. Schon am Tag vor der Ikea-Schließung spielten sich in manchen Geschäften unglaublich chaotische Szenen ab.
Die Meldung über die geplante Schließung hatte
hunderte Russen mobilisiert, die sich noch schnell Möbel des schwedischen Unternehmens sichern wollten. In St. Petersburg kam es zu Schlangen am Eingang und an den Kassen, sowie großem Gedränge im Möbelmarkt. In vielen Filialen sei der Ansturm der russischen Kunden massiv gewesen. Mit der Schließung der Filialen werden nun rund 15.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Schritt zur Schließung wurde von IKEA mit Lieferengpässen und erschwerten Bedingungen erklärt. Denn der Ukraine-Krieg führe nicht nur zu menschlichen Auswirkungen, sondern auch zu ernsthaften Störungen der Lieferketten und des Handels, erklärte das Unternehmen. Deshalb habe die Unternehmensgruppe beschlossen, in Russland den Betrieb bis auf weiteres einzustellen.