Zunächst hatten die Ärzte an Lauterbachs Knie eine Knochenzyste diagnostiziert und kündigten an, dass sein Bein eventuell amputiert werden müsste. Ein Schock für den sportbegeisterten Lauterbach. Zum Glük stellte sich heraus, dass der Tumor gutartig gewesen war. Trotzdem litt Lauterbach wegen der medizinischen Fehleinschätzung und einem Behandlungsfehlers noch viele Jahre unter dem Eingriff. Er wurde zum Stammgast im Krankenhaus, wo dann auch der Wunsch bei ihm entstand Mediziner zu werden. Doch dieser Wunsch wäre beinahe schon als Kind gescheitert. Denn als Arbeiterkind sollte er nach der Grundschule nicht auf ein Gymnasium, sondern auf Wunsch des Vaters eine Hauptschule besuchen. Nur über Umwege schaffte es Lauterbach tatsächlich das Abitur abzulegen. "Verglichen mit dieser Hürde nach der Grundschule waren spätere beim Abitur, bei der Zulassung für das Medizinstudium, der Promotion und der Professur wirklich harmlos", schreibt Lauterbach in seinem neuen Buch. Zudem wird es in dem Buch auch um den Klimawandel und die Pandemie gehen. "Bevor es zu spät ist" wird ab Montag beim Rowohlt Verlag im Handel erscheinen.