Viele westlich Länder haben in aktuellen Erklärungen das Vorgehen von Russland in der Ukraine scharf verurteilt. Außerdem wurden wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen auf den Weg gebracht. Doch nicht alle wichtigen Länder rund um den Globus vertreten die gleiche Auffassung wie viele westliche Länder.
So ließ zum Beispiel die indische Regierung wissen, dass man die jüngsten Entwicklungen entlang der Ostgrenze der Ukraine und die Anerkennung der "Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk durch Russland "mit großer Sorge“ betrachte. Dies erklärte Indiens Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, TS Tirumurti. Indien hatte jedoch auf Kritik zum Vorgehen Moskaus verzichtet. Am Montag wird eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats zu diesem Thema durchgeführt werden. Bis dahin rief Tirumurti die Konfliktparteien dazu auf, weitere Eskalation zu vermeiden. "Die unmittelbare Priorität ist die Deeskalation der Spannungen unter Berücksichtigung der legitimen Sicherheitsinteressen aller Länder mit dem Ziel, langfristigen Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus zu sichern“, verdeutlichte Tirumurti. Gleichzeitig werde sich Indien den Maßnahmen der westlichen Länder gegen Russland nicht anschließen. Die zur Zeit im UN-Sicherheitsrat befindlichen Länder Großbritannien, die USA, sämtliche europäischen Vertreter und Kenia hatten bereits Sanktionen und andere Maßnahmen gegen Russland angekündigt.