Aktuell ist das Bündnis des Westens seine Stärke in dem aktuellen Konflikt. Denn dort muss der Westen manchmal Kompromisse eingehen. Doch in konflikitiven Zeiten zeigt sich deutlich, dass kein Land alleine agiert, sondern von Allierten unterstützt wird. Die Geschlossenheit der NATO sei das Ergebnis wochenlanger Arbeit, wie die US-Vizepräsidentin Kamala Harris in München bei der Sicherheitskonferenz klarmachte. Dies habe man durch harte Arbeit erreicht. Russland und China haben dagegen keine vergleichbaren Bündnisse, sondern finden lediglich punktuell gemeinsame politische oder ökonomische Interessen mit anderen Ländern. Doch Allianzen, die beide Seiten stärken würden, sind dies beileibe nicht. Meist basiert die Allianz nämlich auf der stärkeren Verwundbarkeit des Schwächeren. Beispiele hierfür sind Russlands Komplizenschaft mit Belarus oder die Zusammenarbeit Chinas mit Nordkorea. Dabei handelt es sich meist jedoch um simples Vasallentum. In dieser Frage hat der Westen also einen klaren Vorteil gegenüber Russland.
Sicherheitsexperten hatten im Vorfeld eine Zusammenarbeit zwischen Russland und China vermutet. Während Russland diese zum Einmarsch in die Ukraine benutzt, erwartete man von China eine Blaupause für die Einverleibung Taiwans. Doch in München hat der chinesische Außenminister Wang Yi Russland nun vor einem Angriff gewarnt. Kein Land dürfe von einem anderen Unterordnung verlangen, forderte Wng Yi. Dies bedeutet, dass China sich in dieser Sache für Neutralität entschieden hat. Dort vertritt man offensichtlich den Standpunkt, dass globalen Instabilität den Geschäften schadet. Offenbar hat das westliche Bündnis also doch Wirkung gezeigt.