Der Schullektüre-Klassiker "Die Welle" des US-Schriftstellers Morton Rhue (69) stammt aus den 1980er Jahren. Im Jahr 2008 brachte Regisseur Dennis Gansel (46) die Story ins Kino, mit unter anderem Jürgen Vogel (51) und Frederick Lau (30) in den Hauptrollen. Nun erreicht der Stoff mit "Wir sind die Welle" die Streaminglandschaft. Die neue Netflix-Serie umfasst sechs Folgen und ist frei inspiriert von der Buchvorlage, denn das Ganze kommt in einem neuen Gewand daher.
Worum geht es?Der Jugendklassiker "Die Welle" dient als Lehrstück für Faschismus, in dem das Experiment eines Lehrers seinen Schülern aufzeigen soll, mit welchen einfachen Methoden Menschen manipuliert werden können. In "Wir sind die Welle" wird die Story jedoch gedreht.
Die Gruppe Jugendlicher, die sich um einen neuen, geheimnisvollen Mitschüler im Sonnyboy-Look zusammenschließt, ist links gesinnt und träumt von einer besseren Zukunft. Sie beginnen mit einem Aufstand gegen das Establishment. Sie lehnen sich gegen den immer stärker werdenden Faschismus in ihrem Wohnort in der Provinz auf und es bekommen etwa Umweltsünder und reiche Snobs ihr Fett weg. Der Aktivismus der fünf Jugendlichen, die von Luise Befort, Ludwig Simon, Michelle Barthel, Daniel Friedl und Mohamed Issa gespielt werden, bekommt schnell eine Eigendynamik. Aber heiligt der Zweck die Mittel?
Lohnt sich das Streamen?