Offenbar vertritt man im Gesundheitsministerium die Auffassung, dass es gerade die getroffenen Maßnahmen waren, die die Überlastungen der Kliniken und Intensivstationen vermieden haben. Zu dieser Einschätzung kommt auch das Expertengremium der Bundesregierung. Vor allem die Kontaktbeschränkungen als auch die Booster-Impfungen hätten einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die Infektionszahlen in der aktuellen Welle niedriger als erwartet ausgefallen seien. „Damit entfällt das Hauptargument für die Beschränkung der Grundrechte. Diese müssen von Verfassungswegen vollständig aufgehoben werden – inklusive derjenigen, die als weniger eingriffsintensiv definiert werden, also zum Beispiel Maskenpflicht“, fordert nun FDP-Vize Kubicki nach der Antwort aus dem Gesundheitsministerium. Denn Kubicki geht nun davon aus, dass eine Überlastung der Krankenhäuser durch das Coronavirus auch in Zukunft nicht droht. Wie es in der Pandemie weitergeht, wird man am Abend sehen, wenn die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und den Ministerpräsidenten der Bundesländer bekannt werden.