Herzogin Meghan: Wie glaubwürdig ist ihr Tränen-Auftritt?

Seite 2 / 2

Herzogin Meghan: Wie glaubwürdig ist ihr Tränen-Auftritt?

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:33 / Silia Symbolbild imago images/Starface


Wlodarek: Ja. Manche Übergriffe sind nur auf diese Weise zu stoppen. Allerdings sollten sich Harry und Meghan fragen, inwieweit sie selbst die Geister riefen, die sie nun nicht loswerden.

Jede Kamera, jeder Auslöser und jedes einzelne Blitzlicht würden ihn an den Moment seines Lebens erinnern, an dem seine Mutter Diana aufgrund des besagten Blitzlichtgewitters das ihre verlor, erklärte Prinz Harry in der Doku. Wie tief muss dieses Trauma noch in ihm sitzen?

Wlodarek: Harry hat ja bereits eine Psychotherapie gemacht, um die Tragödie seiner Kindheit zu verarbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass sie vergessen ist. Ein Trauma - besonders wenn man es in so jungen Jahren erlebt - bleibt im emotionalen Gedächtnis. Dann bedarf es nur eines Auslösers, wie etwa das Blitzlichtgewitter, und sofort sind die mit der ursprünglichen Situation verbundenen Gefühle wieder präsent. Es ist auch verständlich, dass Harry seine Erfahrung auf die Gegenwart überträgt und Meghan vor dem Schicksal seiner Mutter bewahren will.

Wie kann sich das Paar schützen, was würden Sie Harry und Meghan raten?

Wlodarek: Ich würde ihnen raten, sich mehr innerhalb ihrer offiziellen Rolle zu bewegen. Keine persönlichen Statements, keine Aktionen, die über das royale Engagement hinausgehen, wie etwa Meghans Auftritt bei der "Vogue". Das dürfte allerdings bei zwei so starken und individuellen Persönlichkeiten an Selbstverleugnung grenzen. Die Alternative ist, dass sie sich konsequent ins Private zurückziehen.

William und seine Familie scheinen ein entspannteres Verhältnis zur Öffentlichkeit zu haben. Ist das der bessere Weg, um dem Druck zu begegnen?

Wlodarek: William und Kate haben es leichter, weil sie sich offenbar besser anpassen können. Laut Studien sind die Erstgeborenen in einer Familie meist diejenigen, die die elterlichen Vorstellungen weitgehend übernehmen. Und Kate konnte sich eher an die Anforderungen gewöhnen als Meghan, die schon eine eigene Karriere aufweist.