Unter anderem schlägt Stöhr zukünftig die Priorisierung der PCR-Tests vor, um den Schutz vulnerabler Gruppen und der kritischen Infrastruktur aufrechtzuerhalten. "Für alle anderen könnten PCR- auch komplett durch zertifizierte und geprüfte Antigen-Tests ersetzt werden“, ist der Experte sicher. Für die Zukunft brauche es auch eine Planung über eine gestaffelte Aufhebung der Maßnahmen. Damit soll dann ein fester Fahrplan bis zum Pandemie-Ende vorbereitet werden. Mit den freiwerdenden Ressourcen sollen sofort Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen gestartet werden. "Insbesondere in der ambulanten und stationären Pflege und auch in medizinischen Einrichtungen. Dort wäre jede Unterstützung für die Erstellung von Hygienekonzepten während der Pandemie sicher willkommen gewesen; vor allem in den kleineren und peripheren Einrichtungen“, schlägt Stöhr vor.
Eine Impfpflicht für den medizinischen Bereich und den Pflegebereich sieht Stöhr als sinnvolle Maßnahme, die allerdings zeitlich limitiert werden sollte, weil es keine Anhaltspunkte gibt, wie sich Corona in Zukunft entwickeln wird. Schon jetzt wäre es sinnvoll über im Impfungen im Paket zusammen mit den Grippeimpfungen nachzudenken. Für diesen Winter wird die Impfpflicht sowieso nach Stöhrs Meinung nicht mehr rechtzeitig greifen. "Vor dem Frühling würde sie sowieso nicht greifen und im Sommer braucht es keine Impfungen“, verdeutlicht Stöhr. Aus diesem Grund fordert Stöhr nun auch Studien zu beginnen, um festzustellen, wie groß das Impf- und natürliche Infektionsloch tatsächlich noch ist, um besser vorbereitet in den Herbst dieses Jahres zu gehen.