In den letzten Tagen haben einige Länder in Europa angekündigt ihre Maßnahmen gegen Corona trotz hoher Infektionszahlen zu lockern. Kein Wunder also, dass die Blicke vieler Bundesbürger neidisch nach Großbritannien oder Dänemark gehen. Doch nun erklärt der Virologe Prof. Christian Drosten, wieso die Situation in diesen Ländern nicht mit Deutschland vergleichbar ist.
Denn während es dort vor allem bei den älteren Mitmenschen keine großen Impflücken gibt, bleibt dies in Deutschland ein Problem. Viele Menschen über 60 Jahren haben sich in Deutschland noch immer nicht impfen lassen und seien so natürlich anfällig für schwere Verläufe, wie Drosten klarmachte. Auch in Sachen Entspannung der Pandemie-Lage zeigte sich Drosten deutlich pessimistischer als viele seiner Kollegen. "Wir haben eindeutig den Befund, dass die Übertragungen im Moment aus dem Schulbetrieb gespeist werden. Da werden spätestens die Osterferien den Riegel vorschieben", vermutet Drosten. "Zudem wird es wärmer sein nach Ostern und die Inzidenz wahrscheinlich nicht mehr so stark an Fahrt aufnehmen", glaubt der Virologe dann an den idealen Zeitpunkt, um die Beschränkungen aufzuheben. Noch immer warnte Drosten, die Omikron-Variante auf die leichte Schulter zu nehmen. Noch gäbe es nicht ausreichend Daten darüber, wie gefährlich die Variante für ältere ungeimpfte Mitmenschen sei.