Intensivmediziner-Verband DIVI angefragt, wie viele Patienten, die lediglich einen Genesenen-Status aufgewiesen hatten, auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser behandelt wurden. Allerdings informierte eine DIVI-Sprecherin, dass sich diese Frage mangels gesichertem Wissen nicht beantworten lasse.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte die zuletzt von vielen kritisierte Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate am Freitag erneut als "sinnvoll“ verteidigt. "Bei Omikron haben wir das Problem, dass derjenige, der sich an der Delta-Variante infiziert hatte, sich schon nach drei Monaten an Omikron infizieren kann“, argumentierte Lauterbach. Aus diesem Grund sei ein Genesenen-Status von 6 Monaten aus medizinischer Sicht nicht sicher. Sein Ministerium stehen hinter der Entscheidung des RKI, führte Lauterbach weiter aus. Doch es habe in dieser Hinsicht ein Kommunikationsproblem gegeben, wie Lauterbach einräumte. Denn auch er selbst sei nicht in die Änderung des Genesenen-Status eingeweiht gewesen. Zukünftig wolle man solche Dinge erst gemeinsam besprechen, wie Lauterbach ankündigte. Doch inhaltlich sei die Entscheidung richtig gewesen. Allerdings gilt der Genesenen-Status in anderen EU-Staaten weiterhin für 6 Monate. Mittlerweile hat der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek angekündigt auf der Konferenz der Gesundheitsminister am nächsten Montag erneut eine Verlängerung des Genesenen-Status auf 6 Monate beantragen zu wollen.