Ulla Kock am Brink: "Bei uns fliegen die Fetzen nur vor Glück"

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Ulla Kock am Brink: "Bei uns fliegen die Fetzen nur vor Glück"

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:30 / Simo Symbolbild Iqos


Kock am Brink: Zum Glück koche nur ich, alles andere wäre ein High-Risc-Unterfangen. Peter ist ein wunderbarer Mann, aber gäbe es einen Buchstabier-Wettbewerb für Lebensmittel, würde ich ihm davon abraten teilzunehmen.

Und wie sieht ein entspannter, genussvoller Abend mit Peter aus?

Kock am Brink: Wir genießen ein gutes Essen, ein Glas Wein und ein anregendes Gespräch. Wir tun das sehr bewusst und erleben es umso intensiver.

Wenn mal die Fetzen fliegen, wer macht von Ihnen nach einem Streit den ersten Schritt?

Kock am Brink: Bei uns fliegen tatsächlich die Fetzen nur vor Glück - wir hatten in den letzten fünfeinhalb Jahren nie Streit, das ist fast schon unheimlich. Wenn wir eine Meinungsverschiedenheit haben, sprechen wir ohne die berühmte Vorwurfshaltung miteinander, das heißt, ich erkläre, wie es mir mit der Situation geht, und er zeigt dann seine Perspektive - das klappt ganz gut, bei uns gibt es keine Revierkämpfe, oder den Drang, zu "gewinnen".

Viele Frauen jenseits der 50 haben die Hoffnung auf einen neuen Partner längst aufgegeben. Was raten Sie ihnen?

Kock am Brink: Macht euch nicht klein, geht auf das Leben zu, probiert euch aus, seid selbstbewusst. Und Achtung: Just because he's there, doesn't make it right! Damit meine ich, dass man schon in Ruhe gucken muss, wen man da kennengelernt hat...

Sie gehen beide auf die 60 zu. Wie stellen sie sich Ihren gemeinsamen Lebensabend vor?

Kock am Brink: Was für ein Lebensabend? Wir verbringen bewusst so viel Zeit wie möglich miteinander, inklusive persönlicher Freiräume. Und das sehr gelassen und voller Genuss. Ansonsten wollen wir unser Ehrenamt (Herzfreunde.de) weiter betreiben, uns viel mit uns und der Welt - auch der digitalen - auseinandersetzen. Ich starte bald meinen eigenen YouTube-Kanal mit einer Sendung, die sich mit den Themen der Generation der Baby Boomer beschäftigt, ich werde, sofern ich gesund bleibe - weiterhin Kollegen/innen coachen und meine fiktionalen Serien schreiben.

Denken Sie heute noch gerne an "Die 100.000 Mark Show" zurück?

Kock am Brink: Ja natürlich! Das war eine fantastische Geschichte, sie war maßgeblich für meine weitere Karriere verantwortlich. Ich bekomme gerade in der letzten Zeit viele Anfragen für Mitschnitte. Es ist ein tolles Gefühl, im Gedächtnis vieler Menschen einen kleinen Platz zu haben.