Am 16. August dieses Jahres wurden "Köln 50667"-Darsteller Ingo Kantorek und seine Frau Suzana aus dem Leben gerissen. Sie starben bei einem Autounfall auf dem Rückweg aus ihrem Italien-Urlaub. Am heutigen Mittwoch zeigte RTLZWEI nicht nur den letzten Auftritt des Schauspielers in seiner Daily-Rolle Alex Kowalski, sondern auch die Tribute-Sendung "Ingo Kantorek - Ein Leben voller Leidenschaft". Freunde, Serienkollegen und engste Verwandte kamen zu Wort, erinnerten sich an besondere Momente mit dem Paar und nahmen ein allerletztes Mal Abschied.
Kantoreks Schwester Carola und seine Mutter Marion wollen die Geschichte des Verstorbenen persönlich erzählen. "Ich kann nicht andere reden lassen", so die Mutter, die ihren Sohn einst davon abhalten wollte, im Fernsehen durchzustarten. Doch Kantorek hatte seine eigenen Pläne: Schon immer sei es sein Traum gewesen, "der nächste Schimanski" zu werden. 2013 wurde es schließlich eine Hauptrolle in der Nachmittags-Daily "Köln 50667".
Seine Serien-Kollegen erinnern sich an die erste BegegnungPia Tillmann (31), die einst als Meike Weber in der Serie auftrat, muss beim Gedanken an den ersten Drehtag mit Kantorek schmunzeln. "Es war echt ätzend", sagt sie, da die Aufnahmen mit dem Schauspiel-Neuling wahnsinnig lange gedauert hätten. Danny Liedtke (29) alias Kevin Bochow ist vor allem Kantoreks "starkes Auftreten bei der Premierenfeier" im Gedächtnis geblieben: Das weiße Sakko, die zurückgegelten Haare und die Cowboystiefel könne er niemals vergessen.
"Promi Big Brother"-Gewinnerin Janine Pink (32) alias Yvonne Voss war der erste Drehtag mit Kantorek eher ein wenig peinlich. Sie stand während der Aufnahme lediglich im BH vor ihm. Ganz anders bei Luise-Isabell Matejczyk (30) alias Lea Hammerschmidt. Als sie 2016 bei "Köln 50667" anfing, habe Kantorek ihr mit seiner "warmen Art" die Aufregung genommen.
In ihm steckte ein weicher KernDer plötzliche Ruhm sei dem Schauspieler mit der Zeit zu Kopf gestiegen. Die Starallüren seien im Jahr 2015 so schlimm geworden, dass die Verantwortlichen Kantorek sogar einmal für drei Monate in Zwangsurlaub schicken mussten. Als er zurückkam, sei er ein neuer Mensch gewesen. Er setzte sich für andere ein, beruflich wie auch privat. Für Kantorek waren "Die Arche" und der "Bundesverband Kinderhospiz e.V." echte Herzensangelegenheiten, für die er sich als Botschafter engagierte.