Gegen dieses von Söder geforderte bundesweite Warnsystem hat sich nun unter anderem Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ausgesprochen. Denn er wies darauf hin, dass man die Entscheidungen in seinem Bundesland immer an der konkreten regionalen Pandemielage ausgerichtet habe, die sich als Gesamtbild aus zahlreichen unterschiedlichen Faktoren ergibt. Weil das Zusammenspiel der Faktoren komplex sei, würden sich die Entscheidungen nur schwer aus bundesweit einheitlichen Schwellenwerten ableiten lassen. Gegen eine solche Regelung sprach sich auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) aus. Dieser mahnte an: "Die Corona-Politik sollte sich um Verlässlichkeit bemühen und nicht die Bürger durch wechselnde Maßstäbe verunsichern.“ Unterdessen steigen die Infektionszahlen in Bayern weiter an. Drei Landkreis haben mittlerweile den Inzidenzwert von 2.000 überschritten. Dabei handelt es sich um Landkreis Starnberg (2.601,6), den Landkreis Dachau (2.390,5) und den Stadtkreis
Rosenheim (2.072,6). In der Landeshauptstadt München liegt der Inzidenzwert aktuell bei 1.726,3.