"Langsam wird Covid durch eine Kombination von immer wirksameren Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten zu einer Krankheit, die ihren Schrecken verlieren wird“, gibt sich Lauterbach deshalb optimistisch. Aus diesem Grund werde man weiter mit allen Arzneimittelherstellern zusammenarbeiten, die Medikamente gegen das Virus entwickeln. "Mir ist es lieber, dass wir mit schnellem Impfen und wirksamen Arzneimitteln, diesen Kampf führen, als dass wir die Schulen schließen müssen“, gab Lauterbach weiter zu Protokoll.
Kurz vor Weihnachten hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Medikament von Pfizer bereits eine Notfallzulassung erteilt. Damit ist es das erste zugelassene Medikament in den USA gegen Covid-19, dessen Einnahme in Tablettenform möglich ist. "Damit Paxlovid sofort bei Lieferung eingesetzt werden kann, habe ich zusammen mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte das Verfahren für die Notfallzulassung in Deutschland eingeleitet“, kündigte Lauterbach ein ähnliches Vorgehen in Deutschland an. Patienten müssen über einen Zeitraum von 5 Tagen jeweils 2 Mal am Tag je 3 Tabletten zu sich nehmen. In den Studien hatte das Medikament die Entwicklung schwerer Verläufe von Covid-19 um 88 Prozent gesenkt. Eine Packung des Medikaments entspricht einem kompletten Behandlungszyklus. Paxlovid enthält unter anderem den Wirkstoff Nirmatrelvir, der durch die Hemmung eines Sars-CoV-2-Protein dabei hilft, die Vermehrung des Virus zu stoppen.