Kein Lockdown vor Weihnachten! Aber danach? Gesundheitsminister Lauterbach spricht Klartext

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Kein Lockdown vor Weihnachten! Aber danach? Gesundheitsminister Lauterbach spricht Klartext

News (2 / 1) 21.12.2022 00:33 / Angela Symbolbild imago


Gleichzeitig erklärte Lauterbach, dass der Expertenrat Vorschläge zu Maßnahmen machen werde, die dann von der Bundesregierung umgesetzt werden. Dabei gehe es vor allem um eine koordinierte Zusammenarbeit von Bund und Ländern. Lauterbach rechnet im Januar 2022 mit einer massiven Omikron-Welle. "Das fängt an wirklich bedenklich zu werden, schwieriger zu werden wahrscheinlich Anfang Januar. Dann haben wir hohe Fallzahlen“, prognostiziert Lauterbach und fügt hinzu: "Selbst wenn diese Variante gar nicht so sterblich ist, wenn man gar nicht so schnelle daran stirbt, insbesondere wenn man schon geimpft ist, dann ist es aber trotzdem so, dass die sehr hohen Fallzahlen, die man erreicht, zu vielen schweren Fällen führt“, glaubt der neue Gesundheitsminister. Daher sei eine allgemeine Impfpflicht ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings glaubt Lauterbach nicht, dass der Bundestag diese Entscheidung bereits im Januar beschließen wird. Die Schulen sollen nach Lauterbach ebenfalls weiter offen bleiben, doch es sei wichtig, dass sich in der aktuellen Situation jeder an die Maskenpflicht halte.

Lauterbach macht einen bildlichen Vergleich

Zum Abschluss seines Interviews machte Lauterbach dann auch noch einen bildlichen Vergleich, um die Lage der Corona-Pandemie zu beschreiben. So verglich Lauterbach das Coronavirus mit einer Raubkatze. Zudem höre er von Seiten der Bevölkerung immer wieder, man müsse lernen mit dem neuen Virus zu leben. "Aber mit dem Virus gut zu leben, wird uns nur gelingen, wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung geimpft ist. Sie können nicht mit einem Tiger als Haustier leben“, argumentiert Lauterbach, nach dessen Meinung es genau darauf hinauslaufe, wenn sich die Menschen trotz der aktuell von der Omikron-Variante ausgehenden Gefahr nicht impfen lassen. Schließlich könnten sich auch in Zukunft weitere Varianten des Virus bilden.