Am Wochenende ist es zu einem schweren Sicherheitsvorfall auf einem russischen Stückgutfrachter gekommen. Denn dieser war aus am Anfang unbekannten Gründen von seinem Kurs abgewichen und war dann auf die polnische Küste nahe der Stadt Danzig zugesteuert. In letzter Sekunde konnte offenbar eine Katastrophe verhindert werden, denn sowohl der Kapitän als auch die Offiziere an Bord des Schiffes waren sturzbetrunken.
Zu dem Vorfall war es am frühen Samstagmorgen gegen etwa 4 Uhr gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte an Bord des russischen Stückgutfrachters MS Ruslana niemand mehr auf Funkrufe geantwortet. Um diese Uhrzeit war das Schiff kurz nach dem Auslaufen aus der litauischen Hafenstadt Klaipėda in Richtung der Insel Sobieszewo unterwegs. Offenbar waren Beobachtern die seltsamen Kursveränderungen des Schiffes aufgefallen. Die Halbinsel Sobieszewo gehört zur Stadt Danzig und ist gut 15 Kilometer vom Zentrum entfernt. Den Beobachtern war aufgefallen, dass das Schiff mit einer Geschwindigkeit von fast 11 Knoten direkt auf den Strand zusteuerte. "Keiner reagierte auf Anrufe des polnischen Rettungsfunks. Wir haben den Grenzschutz über das unnatürliche Verhalten informiert", erklärte Magdalena Kierzkowska, die Sprecherin des Danziger Seeamts. So konnten Offiziere des Kaschubischen Grenzschutzgeschwaders im letzten Moment eine Katastrophe verhindern. Sie begaben sich an Bord des Schiffs und verhinderten, dass dieses an der Küste auf Grund lief.